Du bist hier: Die Wahl


Die Idee
Monopoly - der Spieleklassiker, der eine große Vielfalt an unterschiedlichlichen Editionen bereit hält. Aber eine Monopoly Ausgabe, die verschiedene deutsche Städte auf einem Spielbrett zusammenbringt, das gab es noch nie. Und so kam es zu der Idee, diese erste Monopoly Deutschland Edition auf den Weg zu bringen. Ganz demokratisch sollte es dabei zugehen - möglichst viele Deutsche sollten die Möglichkeit erhalten, an der Abstimmung teilzunehmen und ihrer Lieblingsstadt ihre Stimme zu geben. Dank des modernen Massenmediums Internet konnte diese Idee problemlos und möglichst breit zugänglich umgesetzt werden. Deutschland wurde für die Wahl in vier große Regionen unterteilt. Innerhalb jeder Region wurden ca. 10 Städte definiert, die in einer Matrix aus Einwohnerzahl, Bekanntheitsgrad, kultureller Relevanz und geografischer Abdeckung ermittelt wurden. Für jede Stadt wurden vier Wahrzeichen ausgewählt, von denen das meistgewählte stellvertretend mit einem Bild auf das Spielbrett kommen soll. Und so ging am 15. Januar 2007 unter der Internetadresse www.monopoly.de die demokratische Online-Wahl zur ersten Monopoly Deutschland Edition an den Start. 38 Städte standen zur Wahl, aber nur die 22 meistgewählten würden einen Platz auf dem Spielbrett von Monopoly Deutschland finden. Eine spannende Wahlphase begann!
Der Anfang
Wenige Stunden, nachdem die Wahlseite online gegangen war, wurden die ersten Medien durch eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa auf diese ausgefallene Aktion aufmerksam. Nationale und regionale Tageszeitungen, TV-Sender und zahllose lokale Radiostationen griffen dieses Thema auf und starteten Aufrufe und sogar ganze Kampagnen, um mit Hilfe ihrer Leser und Hörer ""ihre"" Stadt nach vorn zu bringen. Sogar einige Oberbürgermeister engagierten sich persönlich und forderten ihre Mitbürger dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Der Erfolg dieser Aktionen ließ nicht lange auf sich warten: Besonders kleine und mittelgroße Städte, so Augsburg, Halle oder Lübeck, konnten so kontinuierlich Stimmen sammeln und sich unter den Bestplatzierten etablieren. Die Großstädte dagegen legten einen eher gelassenen Start hin, lediglich Hamburg konnte sich von Beginn an in der Spitzengruppe festsetzen. In den meisten anderen Metropolen ging die Wahl zunächst jedoch eher unter - ein Zeichen dafür, dass die Verbundenheit mit einer Stadt und ein ausgeprägter Lokalpatriotismus die Großstädter weniger auszeichnet?
Die Nachzügler
Nur einen Tag nach Wahlbeginn am 15. Januar meldete sich die Stadt Saarbrücken zu Wort, die in der ursprünglichen Städteliste nicht nominiert war. Die Hauptstadt des Saarlandes deckte geografisch eine Lücke auf der Monopoly Deutschland Karte ab, und so starteten die Saarbrücker mit Unterstützung ihrer Oberbürgermeisterin und der lokalen Medien eine große Unterschriftenaktion, um nachträglich noch in die Wahl aufgenommen zu werden. Innerhalb kürzester Zeit konnte so eine Petition auf den Weg gebracht werden, an der sich sogar der saarländische Ministerpräsident Müller beteiligte. Und so konnte Saarbrücken überzeugen und ging mit einer Woche Verspätung an den Start. So groß das Engagement der Stadt und ihrer Bürger vorab, genauso groß war dieses dann auch während der gesamten Wahlphase: Saarbrücken fand sich nach dem verspäteten Start sehr regelmäßig an der Spitze der Kandidaten und gilt als einer der heißen Anwärter für das Feld der Schlossallee. Aufmerksam geworden durch zahlreiche Medienberichte und auch das Vorbild Saarbückens meldeten sich in den darauffolgenden Tagen viele Städte, um noch nachträglich für die Monopoly Wahl aufgenommen zu werden. Nur zwei jedoch konnten es dank geografischer Lage, starkem Engagement und kurzfristiger Unterschriftensammlung noch auf sich aufmerksam zu machen: Aachen und Jena erweiterten die Liste der zur Wahl stehenden Städte so auf 41 Kandidaten und stießen mit zwei Wochen Versprtäung zur Abstimmung hinzu. Während sich Aachen fortan - ähnlich wie Saarbrücken - kontinuierlich unter den Top 5 platzieren konnte, hatte Jena nach zunächst gutem Start einen Durchhänger, konnte das aber im Laufe der Wochen, getrieben vor allem durch massive Unterstützung der Ostthüringer Zeitung, aufholen. "
Der Endspurt
Drei Wochen vor Ende der Wahl brachte eine erneute Meldung der Nachrichtenagentur dpa das Thema nochmals in aller Munde. Die Zielgerade vor Augen, setzten im Anschluß an diese Meldung nun vor allem die Großstädte zum Endspurt an, die bis dahin eher im Mittelfeld der Wertung angesiedelt waren. So konnten innerhalb weniger Tage Städte wie Berlin, Hamburg, München oder auch Frankfurt einen deutlichen Sprung nach vorn machen. Doch auch kleinere Städte zeigten gerade in der Endphase starke Initiative - so konnte Chemnitz, das wochenlang Schlußlicht des Rankings war, innerhalb kurzer Zeit einen riesigen Sprung nach vorn machen und landete so innerhalb der 15 bestplatzierten Kandidaten. Wer letztendlich den Sprung aufs Spielbrett geschafft hat, blieb bis zum Schluß spannend - schließlich galt es, bis zur letzten Minute Stimmen zu sammeln und so unter die Top 5 der Regionenwertung zu gelangen. Die 22 Städte der ersten Monopoly Deutschland Edition stehen nun fest und bilden eine bunte Mischung der deutschen Städtelandschaft ab – vom Provinzling bis zur Hauptstadt.


